Vogelfotografie - Tierfotografie

 

 

Tier Fotografie beschäftigt sich damit, Tiere in ihrem natürlichen Habitat (=Lebensraum) zu fotografieren. Die Vogel Fotografie ist ein Teil der Tierfotografie. Auf dieser Seite schreibe ich zum Thema der Vogel- und Tierfotografie. Es wird die fotografische Ausrüstung besprochen. Was benötigen wir und was nicht. Was benötigt der Anfänger? 

 

Kranich
Kraniche im Anflug an die Schlafplätze
Krachnichbeobachtung
Beobachtungsstand Oppenweher Moor
Kraniche
Kraniche im Anflug auf die Vorsammelpläte

logo raymond loyal photography
__

 


 

Ausrüstung / Die Kameras

 

Für meine Vogelfotografie benutze ich DSLR-Kameras (Spiegelreflex) und auch spiegellose DSLM-Kameras. Dabei setze ich persönlich die Marke Canon ein, weil sich das für mich als gute Lösung herausgestellt hat. Im Übrigen bekomme ich auch von Canon kein Geld für diesen Beitrag.

 

Welche Kamera kommt in Frage? In der Tierfotografie sollte die Kamera vor allem eins sein: Sie muß eine brauchbare Serienbildgeschwindigkeit haben. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, wie gut der Autofokus bei hohen Auslösegeschwindigkeiten noch funktioniert. Sehr gut geeignet für den angestrebten Zweck sind bei Canon
  • EOS 1D X mark ii
  • EOS 1D x mark iii
  • EOS 7D mark ii
  • EOS 5D mark iv
  • EOS R 
  • EOS R5
  • EOS R6

Ganz klar die Nase vorn haben die 1D und die 7D, das sind Kameras die auch für Sportevents verwendet werden. Die EOS 5D und die EOS R sind dagegen schon langsamer können aber trotzdem noch sehr gut verwendet werden. Hierbei ist das auch eine Preisfrage und natürlich stellt sich die Frage, ob es hier um Liebhaberei oder um berufliches Engagement geht. Inzwischen hat Canon mit der R5 nicht nur nachgelegt sondern eine Top-Kamera gebaut, die in der Tierfotografie sofort einen festen Platz eingenommen hat. 

 

Die Objektive

 

Bei der Tierfotografie werden an erster Stelle Teleobjektive eingesetzt. Dabei kommen Standard Tele-Objektive zum Einsatz, wie z.B.:

  • EF 70-200mm f2.8L iii
  • EF 100-400mm f4.5-5.6L ii

Diese Objektive sind durchaus für mittlere Entfernungen zu gebrauchen, wobei das EF 70-200mm sehr gut für die Aufnahme von fliegenden Seevögeln in Frage kommt, da vor allem an Brutfelsen die Entfernung zu den fliegenden Seevögeln durchaus kurz sein kann.

 

Ansonsten sind für die Aufnahme von scheuen Vögeln und Säugetieren die sogenannten Super-Teleobjektive das Einzige, was die Entfernung zu den Tieren überbrücken kann. Bei Canon sind das die folgenden Modelle:

  • EF 300mm f2.8 L IS ii USM
  • EF 400mm f2.8 L IS ii + iii USM
  • EF 500mm f4 L IS i + ii 0USM
  • EF 600mm f4 L ii und iii
  • EF 800mm f5.6 L
  • RF 100-500mm f4.5-7.1 L IS USM
  • RF 600mm f11 IS STM
  • RF 800mm f11 IS STM

Selbst die Super-Teleobjektive sind teilweise nicht ausreichend. Eine Verlängerung der Brennweite lässt sich durch Tele-Extender erreichen, die dann die Brennweite um den Faktor 1,4 (=Extender 1.4) oder Faktor 2 (=Extender 2.0) möglich machen. Die Extender für EF-Objektive sind:

  • Extender 1.4x ii + iii
  • Extender 2.0x ii + iii

Für RF-Objektive gibt es die entsprechenden RF-Extender:

  • Canon Extender RF 1.4x
  • Canon Extender RF 2.0x

Die RF Extender funktionieren nur an den RF Telebrennweiten und nicht an EF-Objektiven. Alle EF-Objektive lassen sich aber problemlos mit den Canon EF-EOS R Adapter oder dem EF-EOS R Adapter mit Steuerring an allen EOS R verwenden. Der Datentransfer von EF-Objektiven auf EOS-R und umgekehrt funktioniert reibungslos. An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass die EOS Kameras im Bajonett-Verschluss 8 Kontakte haben, während die EOS R 8 + 4 Kontakte im Bajonett-Verschluss aufweisen, da bei den EOS-R der Datenstrom umfangreicher ist. Aber wie schon gesagt, jedes EF-Objektiv funktioniert an den EOS R reibungslos und liefert erstklassiges Bildmaterial.

 

Wichtig ist, dass der Extender nicht nur die Brennweite verlängert, sondern auch die Offenblende verändert. Aus Offenblende f4 wird bei einem Extender 1.4 dann Offenblende f5.6 und bei einem Extender 2.0 verändert sich die Offenblende von f4.0 auf f8.0. Bei Canon steigt allerdings ab Blende f8 an dieser Stelle der Autofokus aus und der Fotograf ist auf manuelles Fokussieren angewiesen. 

 

Das manuelle Fokussieren ist allerdings weniger kompliziert als gedacht. Schnell gewöhnt man sich an eigenständiges Fokussieren. Um sich selbst zu überprüfen, kann die AF-Taste betätigt werden. Wurde tatsächlich korrekt fokussiert, meldet sich die Kamera mit einem Signalton zurück. Dann kann auch sofort ausgelöst werden.

 

Muss ich als Anfänger sofort viel Geld ausgeben?

 

Diese Frage stellt sich natürlich jeder. Muss ich gleich viel Geld investieren?

 

Die Antwort ist ein klares nein. Anfangs wird der Anfänger tatsächlich mit kleineren Objektiven arbeiten. Mit der Zeit steigen die Ansprüche an die eigene Arbeit und es wird über stärkere und bessere Objektive nachgedacht. Das ist bei allen fotografischen Themen so und ist hier auch nicht anders.

 

Wichtig ist, dass es bei Kameras und Objektiven auch einen Gebrauchtmarkt gibt, wo immer wieder das eine oder andere Schnäppchen erworben werden kann. Dann gibt es noch die Möglichkeit, bei bestimmten Händlern Objektive und Kameras für einen festen Zeitraum zu mieten. Diese Option ist auch sehr angenehm. In NRW gibt es drei große Händler, die diese Möglichkeit anbieten.

 

hoeckerschwan flug wasser
Höckerschwan in der Startphase

 


 

Stative

 

Der Einsatz von Super-Teleobjektiven erfordert auf jeden Fall ein gutes Stativ, das auch erhebliche Lasten tragen. Eines muss uns klar sein, selbst wenn wir regelmäßig im Studio Krafttraining machen, es nicht nur sehr schwer möglich, Super-Teleobjektive ohne feste Auflage für mehrere Sekunden so ruhig zu halten, dass die Aufnahmen nicht massive verwackelt werden. 

 

Also ein gutes Stativ muss mit. Ein Super-Teleobjektiv mit Kamera und Stativkopf kann durchaus 8 bis 10 kg. Gewicht erreichen. Das heißt hier nicht, dass das Stativ nur 10 kg Last tragen könne muss. Im Gegenteil. Als Daumenregen gilt, dass das Stativ mindestens für die dreifache Traglast des eigentlich vorgesehenen Gewichts ausgelegt sein muss.

 

Das Gewicht setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • DSLR
  • Supertele
  • Extender
  • Stativkopf
  • evtl. Blitz
  • evtl. Blitzhalterung
  • evtl. Beamer für den Blitz
  • evtl. Blitzkabel

Der Anstellwinkel der Stativbeine sollte dabei wenigstens 80-85° betragen, optimal ist allerdings ein Anstellwinkel von 90°. Das Stativ sollte schon aus Carbon gefertigt sein. Aluminium hat den Vorteil günstig zu sein. Diese Stative sind auch sehr robust. Der große Nachteil von Aluminiumstativen ist der, dass Aluminium alle Erschütterungen voll an die Kamera weiterleitet. Im Gegensatz dazu, schwingt sich das Carbon Stativ innerhalb von 2-3 Sekunden vollkommen aus und steht dann stabil. Der Markt für diese Stative ist ziemlich übersichtlich. Der Nachteil ist, dass die Stative alle in einem höheren Preissegment liegen. Die Anschaffung eines solchen Statives ist dann aber nicht nur vorübergehend sondern für einen langfristigen Einsatz.

 

Welche Stative sind geeignet? Zusätzlich zu dem oben schon gesagten, Stative ohne Mittelsäule:

  • Gitzo Systematic-Reihe (ohne Mittelsäule)
  • Benro aus den Adventure oder Combination Serie (ohne Mittelsäule)
  • Novoflex Dreibeinstative ohne Mittelsäule

Auch hier gilt, ich werde hier nicht gesponsert, sondern empfehle aufgrund eigener Testergebnisse. 

 

Der Stativkopf



Es gibt unterschiedliche Stativkopftypen, wie z.B. 2-Wegeköpfe, 3-Wege-Köpfe, Getriebeneiger, Kugelköpfe, Videoköpfe oder Fluid-Gimbal-Köpfe.

Unterschiedliche fotografische Themen erfordern auch entsprechende Stativköpfe. Warum sollten wir nicht 2-Wege-Köpfe oder gar Kugelköpfe verwenden? Der Grund liegt im Gewicht der Ausrüstung und auch in der Länge der Objektive. Der Kugelkopf kann nicht entsprechend justiert werden, um die Kamera mit dem Objektiv zu halten. Auch 2-Wege- und 3-Wege-Köpfe scheitern an den langen Objektiven und kippen entweder nach vorne oder nach hinten weg. Das führt dann wieder zu Problemen mit dem AF.

 

Ein Videokopf ist möglich, lässt sich allerdings auch nicht optimal einstellen.

 

Die beste Lösung ist der Gimbalkopf, man könnte das Teil auch als Affenschaukel bezeichnen. Natürlich werden einige Leute sagen, dass den Gimbalkopf niemand benötigt. Aber das sagen alle, die noch keinen hatten.

Der Gimbalkopf absorbiert Erschütterungen, lässt sich sehr leicht vertikal und horizontal verschieben und feststellen. Also genau das, was man für Tierfotografie benötigt.


 

Welche Gimbalköpfe sind empfehlenswert?


Eins Vorweg, auch hier werde ich von keinem Hersteller gesponsert. Ihr bekommt hier meine Meinung, weil ich die Teile bereits ausprobiert habe. Nicht mehr und nicht weniger. Los geht's.

 

Die Gimbalköpfe die, nach meiner Meinung, gut sind, kommen von drei Herstellern:

  • Gitzo Fluid-Gimbal Stativkopf GHFG1
  • Benro Gimbal Head GH2
  • Benro Gimbal Head GH5C Carbon
  • Wimberley Gimbal Head WH-200 Mk II

Der Vorteil ist, alle Köpfe haben eine 3/8" Verschraubung und passen damit auf alle Stative. Es ist also vollkommen egal, welches Stativ gekauft wird, den Kopf kann sich jeder aussuchen, wie es die persönliche Vorliebe zulässt. Zu jedem Gimbalkopf bieten die Hersteller Wechselplatten oder Quick-Release Plates an. Leider sind die Wechselplatten von Benro und Wimberley nur bedingt mit Gitzo austauschbar, aber Benro und Wimberley Release Plates halten auf jeden Fall auch auf dem Gitzo und umgekehrt.

 

Wer mehrere große Teleobjektive nutzt, ist auf jeden Fall gut beraten, sich wenigstens eine zusätzliche Wechselplatte anzuschaffen und unter einem der Teleobjektive fest zu montieren. So ist es möglich, ohne weitere Vorarbeiten, ganz schnell mal eben ein anderes Teleobjektiv auf dem Stativ zu montieren. Unsere Motive warten meistens nicht, bis wir die technischen Dinge geregelt haben. 

 

Wer sich für eine Type entschieden hat, sollte langfristig auch dabei bleiben. Erstens ist die Anschaffung teuer und zum anderen muss sich der Fotograf / die Fotografin daran gewöhnen, mit dem einen Stativkopf blind arbeiten zu können. Das ist genau wie bei der Kamerabedienung, auch diese muss "blind" funktionieren, d.h. jeder Griff und das Drücken oder Bewegen von Tasten, Knöpfen, Wahlrädern und Joysticks muss funktionieren, ohne den Kopf von der Kamera zu nehmen. 

 

 

hoeckerschwan flug see wasser
Höckerschwan im Flug über einem See

 

Tarnung im Gelände

 

Es gibt, wie so immer im Leben, zwei Möglichkeiten, in der Natur Tierfotografie zu betreiben. Die erste und einfachste Methode ist die, sich - gut sichtbar für alle Tiere und Menschen - in die Natur zu stellen und dann darauf zu warten, daß in sicherer Entfernung ein oder zwei Vögel aufkreuzen, die man dann aufnehmen kann.

 

Die zweite Möglichkeit ist schon umständlicher, auf Dauer aber die bessere Methode. So viel Tarnung wie möglich und nötig, um im Gelände nicht aufzufallen. Dazu zählen z.B. Tarnüberzüge für die Objektive. Bei einigen Herstellern sind die Objektive grau-weiß oder richtig weiß bei anderen sind die Objektive schwarz (z.B. Nikon und Sigma). Alleine schon die Verkleidung des Objektivs mit einem Tarnüberzug sorgt dafür, daß die Sichtbarkeit erheblich vermindert wird.

 

Mit Netztüchern (scrim net) lassen sich z.B. die Stativköpfe umwickeln, und für die Stativbeine gibt es Überzüge (Tripod Leg Covers) in unterschiedlichen Tarnfarben, darunter z.B. MTP, DPM, Forest Standard, Red/Harvest, Brown Grass, Moss. Persönlich würde ich MTP empfehlen, allerdings richtet sich der Überzug immer auch nach dem Umfeld, in dem der Fotograf unterwegs ist. Soll heißen, wenn Ihr im Wald Aufnahmen macht, dann darf die Tarnung auch ruhig dunkler ausfallen, dafür würde sich dann DPM oder Forest Standard eignen.

 

Für die Gimbalköpfe Gitzo GHFG1, Benro GH5C und Wimberley WH 200 Mark ii gibt es allerdings auch Tarnüberzüge im Handel / Online-Handel käuflich zu erwerben. Der Vorteil eines Netzschales / Netztuches an dieser Stelle ist die vielfältige Verwendungsmöglichkeit und die geringeren Kosten.

 

In den folgenden Bildern ist ein 600mm f4 mit aufgesetzter Kamera auf dem Stativ zu sehen. Das Netztuch ist schon vom Stativkopf entfernt, zu sehen sind die verkleideten Stativbeine und ein 3D-Überzug mit aufgenähten Blättern.

 

kamera und stativ mit tarnueberzug
getarnte Kamera auf Stativ mit Tarnüberzug
kamera und stativ mit tarnueberzug
getarnte Kamera auf Stativ mit Tarnüberzug

 

Einige Grundsätze zur Tarnung im Gelände

 

Tarnung und Tarnung ist noch lange nicht dasselbe. Erstens muss sich die Tarnung dem Gelände anpassen und zweitens ist die Tarnung nur so gut, wie sie sich, und vor allem dich und dein Equipment, in die Kontur der Umgebung einfügt. Nun gibt es eine ganze Reihe verschiedener Tarnmuster, die alle, in der passenden Umgebung, auch ihren Dienst versehen. Für unsere Zwecke müssen wir uns nicht über die Tarnung in urbanen Gebieten unterhalten, wir sind in der Wildlife Fotografie überwiegend in der Natur und in ländlichen Umgebungen aktiv. Dort gibt es grüne, bräunliche, ocker und auch schwarzbraune Farben und Farbtöne, es gbit Gras- Schilf-, Baum- und Strauchstrukturen.

 

Bekannte Tarnmuster sind das Tarnfleck der Bundeswehr, dieses ist gut für den Einsatz im und noch vor dem Wald geeignet. Dann gibt es das DPM (Disruptive Pattern Material), welches auch sehr gut in Waldgebieten und in Heidegebieten funktioniert. Das neuere MTP (=Multiple Terrain Pattern) ist da schon eine ganz andere Liga, da dieses Muster sehr gut in vielen Geländestrukturen funktioniert wie z.B.: Schilf- und Ried, Heide, Steppe, Laubwald, Mischwald, landwirschaftliche Öd- und Brachflächen, abgeerntete Maisfelder, mit Bodendeckern eingesäte landwirtschaftliche Flächen.

 

Dann möchte ich noch das Tarnmuster Concamo® erwähnen, auf das ich kürzlich auch gestoßen bin. Dieses Muster ist dunkler als MTP und deckt ebenfalls einen sehr weites Spektrum an Geländestrukturen ab. Einfach mal googeln, Ihr werdet das Ding finden. Je nach Anforderung funktionieren, vor allem in der Waldumgebung, auch die Tarnmuster Forest Standard und Moss. Wie gesagt, alles hat seinen eigenen Zweck.

 

Tarnung kann also nur so gut gelingen, wie sich das, was ich tarnen will, in die Kontur des Umfelds einpasst. Reines schwarz kommt in der Natur - auch großflächig - nur sehr selten vor. Schwarze Objektive und Kameras brechen also die Kontur in einer eher braunen oder grünen Umgebung. Übrigens sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß unbekleidete Hände und helle Gesichter bei scheuen Tierarten sofort zum Absprung oder Abflug führen. Also fängt das schon damit an, daß wir nicht mit den nackten Händen rumfuchteln oder an der Kamera rumbasteln. Wir suchen uns unseren Platz, von dem aus wir fotografieren wollen. Dort tauchen wir in die Kontur der Umgebung ein. Zum Thema Bewegung: das ist also nichts für Hektiker, sondern hier ist langsame Bewegung gefragt. Langsame Bewegung ist Trumpf und fällt so gut wie nicht auf. Wenn wir dagegen die Kamera mit dem Objektiv hochreißen, weil vor uns inzwischen etwas los ist, dann verschrecken wir mindestens die Tierart, die wir fotografieren wollen. Also ruhig bewegen, ruhig fokussieren und auslösen.

 

 

 

 

photo hide
Photo Hide von WWS mit geöffneten Seitenfenster. Netze in Tarnfarben verdecken den Fotografen und ermöglichen es, auch Objektive mit großen Frontlinsen durch die Fenster zu schieben.
photo hide
Ein Photo Hide von innen. Ordnung ist nicht nur alles, alles muß seinen Platz haben, um sofort griffbereit zu sein.

 

Photo Hides oder Tarnzelte

 

Photo Hides oder auch Tarnzelte haben zwei große Aufgaben, einerseits gelten für sie die gleichen Voraussetzungen für Tarnung im Gelände wie für Gillie Suits oder sonstige Tarnkleidung, Tarnnetze und Überwürfe. Andererseits ist ihre Aufgabe auch einfach nur, menschliche Anwesenheit zu verdecken. Besonders für Vögel gilt, wenn sie nicht wissen, dass in dem Zelt jemand ist, dann laufen sie dem Fotografen fast schon in die Optik hinein.

 

So müssen Tarnzelte in Höfen oder Gartenanlagen nicht unbedingt in der Kontur verschwinden, denn sie sollen nur unsere Anwesenheit, als Fotograf und Beobachter, vor der Tierwelt verschleiern. So ist das auch bei den obigen Bildern, im Garten- und Hofgelände reicht jegliche Tarnfarbe aus. Spätestens zwei Stunden nachdem das Zelt bezogen wurde, kommen die Tiere wieder zurück. Dann gilt nur noch eins, ruhig bleiben, ruhig und überlegt handeln und - trotz der verschleierten Anwesenheit - keine Geräusche machen.