Das Nutria

 

Das Nutria, auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt ist ursrpünglich nur in Südamerika beheimatet. Da das Nutria ein guter Pelzlieferant ist, wurde es in Europa in Pelztierfarmen gehalten. Nach dem zweiten Weltkrieg sind dann einige Nutria aus der Gefangenschaft entflohen und verbreiteten sich dann in Europa. Das Nutria ist grundsätzlich ein Tier der  gemäßigten Breiten und überlebt kaum strenge Winter in der freien Natur.

 

 

nutria schwimmt im wasser
Nutria schwimmt im Wasser
nutria auf gruenland
Nutria sitzt auf Grünland - im Hintergrund Blässgänse
nutria auf grünland
Nutria auf Grünland - durch die gespaltene Oberlippe sind sehr gut die orangefarbenen Zähne zu erkennen.

 

Steckbrief: Nutria

 

Kenneichen - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Bilder

 

Kennzeichen: Das Nutria ist kleiner als der Biber, allerdings besteht eine hohe Ähnlichkeit, besonders beim Schwimmen im Wasser. Im Gegensatz zum Biber hat das Nutria einen langen runden Schwanz, der ungefähr zwei Drittel der Rumpflänge aufweist. Beim Beobachten ist der runde Schwanz das beste Erkennungsmittel. Das Haarkleid besteht aus langen Grannen und hat eine dichte, seidige Unterwolle. Das Fell wirkt glänzend dunkel. Wegen der gespaltenen Oberlippe sind die orangefarbenen Zähne immer gut sichtbar. Die Ohren sind klein. Am Hinterfuß sind die ersten vier Zehen mit Schwimmhäuten verbunden.

 

Gewicht:

Beide Geschlechter: 6-8 kg, das Männchen ist größer als das Weibchen.

Maße:

Kopf-Rumpflänge: 45-65 cm

Schwanzlänge: 30-45 cm

 

Zähne: Ein weiteres wichtiges Merkmal beim Nutria sind die großen, orangefarbenen Vorderzähne, die sehr gut sichtbar sind. In Ober- und Unterkiefer hat das Nutria 20 Zähne.

Sehvermögen: Offensichtlich verfügt das Nutria über ein recht gutes Sehvermögen.

 

Lebensweise - Verhalten: Das Nutria legt in Uferböschungen Baue an, deren Eingänge oberhalb der Wasserlinie liegen. Der Bau besteht aus mehreren Kesseln und einem Röhrensystem. Die Röhren sind teilweise mehrere Meter lang und haben bis zu 20 cm Durchmesser; die Nestkammern werden mit grünen Pflanzen ausgelegt. Eine Angewohnheit des Nutria ist es, flache Schilfplattformen im Wasser anzulegen. Diese Plattformen werden zum Fressen, Putzen und Ruhen genutzt.

 

Nutria sind tagaktiv. Bei Gefahr flüchten Nutria in das Wasser oder in den Bau. Das Nutria kann bis zu 5 Minuten lang tauchen. Der Aktionsraum eines Nutria-Männchens kann bis zu 2 ha betragen. Während die Weibchen eher gesellige Gruppen bilden, sind die Männchen eher Einzelgänger, welche nur zur Paarung die Weibchengruppen aufsuchen.

 

Fortpflanzung: Die Paarungszeit des Nutria erfolgt über das ganze Jahr. Nach einer Tragzeit von 128-135 Tagen setzt das Weibchen einen Wurf von 5-7 Jungen, selten auch mit bis zu 12 Jungen. Insgesamt sind 2-3 Würfe pro Jahr zu erwarten. Schon bei der Geburt wiegen die Jungen ca. 200 g und können ab dem ersten Tag feste Nahrung zu sich nehmen, werden aber noch in den ersten acht Wochen vom Weibchen gesäugt. Zwischen dem dritten und sechsten Monat tritt bereits die Geschlechtsreife ein.

 

Lebensalter: In der Natur kann das Nutria ein durchschnittliches Alter von 4 Jahren erreichen, in Gefangenschaft sind dagegen bis zu 12 Jahre möglich.

 

Lebensraum – Biotop: Das Nutria ist grundsätzlich an stehende Gewässer in einer weiten, offenen Landschaft gebunden. Als Gewässer werden die Altarme von Flüssen, Seen und Teiche, Gräben, selten auch Fließgewässer mit geringer Strömung besiedelt. Für die Ansiedlung müssen die Uferzonen mit Schilf, Binsen und anderen grünen Wasserpflanzen bewachsen sein.

 

Nahrung: Das Nutria ist fast ausschließlich Vegetarier. Zur Hauptnahrung gehören Wurzeln, die grünen Teile von Wasserpflanzen (Schilf, Seerosen, Rohrkolkben), Wurzeln von Wasserpflanzen werden auch ausgegraben. Auf landwirtschaftlichen Flächen werden Kartoffeln, Rüben, Mais und Getreide gefressen. Es kommt auch vor, daß Nutria Muscheln und Fische fressen, weshalb das Nutria kein reiner Vegetarier ist.

 

Feinde – Gefährdungen: Die Feinde des Nutria im Freiland sind für die ausgewachsenen Tiere Fuchs und Wolf (wo vorkommend), Jungtiere sind dagegen auch durch Marder, Mink und Marderhund gefährdet.

 

 

nutria auf wiese
Nutria rennt über eine Wiese - im Hintergrund sitzen Blässgänse und Nonnengänse
nutria auf wiese
Nutria rennt über eine Wiese

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